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Berührende Begegnungen
Das Herzenswunsch Hospizmobil des BRK war zu Besuch beim Hospizverein
Für schwerstkranke und sterbende Menschen da sein – das ist die Aufgabe unseres Hospizvereins. Wie oft hören unsere Ehrenamtlichen dabei den Satz: „Ach, das würde ich gerne nochmal machen!“ Für diese letzten Wünsche gibt es das Herzenswunsch Hospizmobil des Bayerischen Roten Kreuzes Mittel- und Oberfranken. Um mehr darüber zu erfahren, haben wir vor Kurzem den ehrenamtlichen Koordinator des Projekts Johannes Stegmann und seine Kollegin Nadine Lacay nach Detwang eingeladen, damit sie uns ihr Projekt vorstellen.
Das Hospizmobil ist ein nicht mehr ganz neuer, aber top gepflegter und umgebauter Krankentransporter. „Wir haben das Innere des Autos mit so wenig Medizin wie möglich, aber so viel wie nötig ausgestattet,“ erklärt Johannes Stegmann. „Unsere Gäste sollen sich wohlfühlen und merken, dass diese Fahrt anders wird als die Krankentransporte, die sie sonst gewohnt sind.“ So ist die Decke zum Beispiel in einer Himmel-und-Wolken-Optik ausgekleidet, für die Fahrten denken sich die Begleiterinnen und Begleiter immer eine passende Dekoration aus.
„Wir erfüllen kleine und große Wünsche“
Seit fünf Jahren sind Johannes Stegmann und seine ehrenamtlichen Kolleginnen und Kollegen unterwegs, um kleine und große Wünsche zu erfüllen. Die Gäste kommen aus allen Altersstufen, von wenigen Monaten bis hochbetagt. Die Fahrten sind für die Beteiligten kostenlos und werden durch Spenden finanziert. „Manchmal geht es einfach darum, den Schwerstkranken noch einmal zu einem letzten Familienfest oder zu einem Fußballspiel des Lieblingsvereins zu fahren“, berichtet Johannes Stegmann. Manchmal sind es aber auch größere Wünsche, wie zum Beispiel eine Fahrt in den Vatikan für eine Audienz mit dem Papst. „Da musste ich erst mal recherchieren, wie man so einen Besuch überhaupt organisiert“, erinnert sich Johannes Stegmann schmunzelnd.
Bewegend sind diese Fahrten immer, doch besonders berühren ihn und seine Kolleginnen und Kollegen die Wunscherfüller-Fahrten für Familien mit kleinen, schwerkranken Kindern. „Die Krankheit dominiert den Alltag dieser Familien sehr. Die Eltern sind in ständiger Sorge um ihr Kind, und die Geschwisterkinder sind durch diese Situation natürlich auch geprägt“, erzählt Johannes Stegmann. Eine seiner ersten Ausfahrten mit einer Familie ging ins Allgäu. „Es war schön zu sehen, wie die Anspannung der Eltern allmählich nachließ, und sie den Tag am Forggensee, die Bootsfahrt mit der dortigen Wasserwacht sowie den Ausblick auf die Berge richtig genießen konnten“, erzählt er.
Eine sinnstiftende Arbeit
„Der Abschied am Ende eines solchen Tages ist immer sehr berührend“, berichtet Nadine Lacay. „Man ist sich während des Ausflugs nahegekommen und weiß gleichzeitig, dass man sich vermutlich nie wieder sehen wird.“ Das sei zwar auf der einen Seite traurig, doch überwiege gleichzeitig die Freude darüber, einen Herzenswunsch erfüllt zu haben. „Die Dankbarkeit und Freude unserer Gäste ist überwältigend. Das macht unsere Arbeit so sinnvoll“, meint Johannes Stegmann abschließend.
Wer das Herzenswunsch Hospizmobil buchen möchte, kann über die Telefonnummer (0911) 5868121 Kontakt mit dem BRK aufnehmen. Der Wunsch wird dann von einem kleinen Gremium auf Durchführbarkeit geprüft und genehmigt. Weitere Informationen, auch zum entsprechenden Spendenkonto, gibt es unter www.brk-herzenswunsch.de.

Die ehrenamtlichen Begleiterinnen und Begleiter des Hospizvereins Rothenburg mit Nadine Lacay (kniend, 1. von links) und Johannes Stegmann (6. von recht) vom BRK.
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Hospizverein Rothenburg o.d.T. e.V.
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91541 Rothenburg o.d.T.
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