Have any questions?
+44 1234 567 890
Besuch im Hospiz St. Elisabeth in Künzelsau
Ein Besuch, der nachwirkt: Kürzlich waren wir, drei Koordinatorinnen und zwei Vorstandsmitglieder unseres Vereins, zu Besuch im Hospiz St. Elisabeth in Künzelsau. Die Einrichtungsleitung, Silke Feinauer, hat uns durch das im März 2025 eröffnete Haus geführt und ihr Konzept vorgestellt. Sehr gut gefallen hat uns gleich, dass das Hospiz im Zentrum der Stadt liegt. Das zeigt: Das Sterben gehört als Teil des Lebens mitten in unsere Gesellschaft.
Klarheit, Farben und vier Elemente
Besonders eindrucksvoll ist die klare, beruhigende Atmosphäre der Räume. Das Gestaltungskonzept, das von der Leiterin Frau Feinauer mitentworfen wurde, zieht sich stimmig durch das gesamte Haus. Jeder neue Bewohner wird zudem persönlich an der Haustüre willkommen geheißen.
In der Architektur und Farbgestaltung finden sich vier Elemente harmonisch wieder:
- Holz und Naturmaterialien verleihen den Wohnbereichen eine angenehme Wärme.
- Wasser begleitet die Räume in Form von beruhigenden Bildern.
- Erde spiegelt sich in den sanften Erdtönen des Stilleraums wider sowie im Garten, wo künftig Kräuter wachsen sollen (sobald es die Witterung wieder zulässt).
- Luft wird spürbar durch sehr frische, helle Motive und Farbtöne von Stockwerk zu Stockwerk.
In jedem Bereich sticht zudem die Rose als zentrales Motiv hervor – sei es in Bildern oder dekorierten Details.
Das Rosenwunder: Namenspatronin Elisabeth von Thüringen
Die Präsenz der Rose ist kein Zufall. Sie geht zurück auf die Namensgeberin des Hauses, die Heilige Elisabeth von Thüringen (1207–1231), die als Sinnbild für beispiellose Nächstenliebe und Zuwendung gilt.
Einer bekannten Legende nach schlich sich die adlige Elisabeth heimlich aus der Wartburg, um den armen und kranken Menschen im Tal Brot zu bringen. Ihr Ehemann, dem diese Aktivitäten nicht gefielen, stellte sich ihr in den Weg und verlangte zu sehen, was sie in ihrem Korb verbarg. Als Elisabeth den Korb öffnete, offenbarte sich der Überlieferung nach ein Wunder: Statt der Brotleibe lagen dort duftende Rosen.
Die Rose symbolisiert im Hospiz genau diese Haltung: Aus schlichter, praktischer Fürsorge und menschlicher Wärme erwächst etwas Wundervolles und Würdevolles.
Alltag, Pflege und Miteinander
Das Hospiz bietet Platz für 8 Bewohner, die im Schnitt etwa 20 Tage hier verbringen. Im Zimmer gibt es Gestaltungsspielraum für persönliche Dinge.
Die individuelle Betreuung steht an erster Stelle:
- Liebevolle Pflege & Naturheilkunde: Das Pflegepersonal nutzt neben modernsten Hilfsmitteln auch ätherische Öle und Brustwickel, um den Menschen Linderung und Wohlbefinden zu schenken.
- Maßgeschneiderte Verpflegung: Gekocht wird direkt im Haus. Es gibt kleine, individuell angepasste Portionen. Wenn es gewünscht ist, werden morgens auch mal acht verschiedene Frühstücke oder mittags mehrere unterschiedliche Gerichte zubereitet.
- Verstärkung durch Ehrenamt: Neben dem eigenen Hospizbegleiter-Team kommen zusätzlich externe Begleiter ins Haus – jeden Nachmittag ist jemand da, um Zeit zu schenken.
Echte Teamkultur und Selbstfürsorge
Besonders beeindruckt hat uns die Kultur innerhalb des Teams. Alle Mitarbeiter begegnen sich auf absoluter Augenhöhe – egal ob Pflegekraft, Hauswirtschaft oder Reinigungskraft. In den Teambesprechungen ist jede Meinung gleich viel wert.
Um mit der emotionalen Belastung dieser Arbeit gut umzugehen, wird im Haus eine vorbildliche Selbstfürsorge gepflegt: Eine starke Miteinander-Kultur, gemeinsame Reflexionen und eingespielte Rituale helfen dem Personal, zeitnah für die Menschen da zu sein und gleichzeitig als Team gestärkt zu bleiben.
| Unsere Delegation mit Einrichtungsleiterin Silke Feinauer |
Der Eingangsbereich des Hospiz St. Elisabeth |
Ihre Unterstützung
Herzlichen 🫶 Dank für Ihre Spende
Sparkasse Ansbach
IBAN DE77 7655 0000 0703 6165 40

Giropay QR-Code
Kontakt zu uns
Hospizverein Rothenburg o.d.T. e.V.
Erlbacher Str. 82
91541 Rothenburg o.d.T.
Folge uns in den sozialen Medien und bleibe immer über Neuigkeiten informiert.